Lösung
Mit Univ.-Prof. Dr. Dr. hc. Andrei Corbea-Hoisie und ao. Univ.-Prof. Dr. tit. Univ.-Prof. Dieter A. Binder konnten international anerkannte Experten gewonnen werden, welche die vorliegenden Dokumente auf wissenschaftlich höchstem Niveau verorten und einen Einstieg in die Themata Judentum und Antisemitismus in der Bukowina und die Shoah in Transnistrien gewähren.
Dem Projekt kommt eine besondere Bedeutung zu: Einerseits da die zu präsentierenden Dokumente fast völlig unbekannt sind und nun international verfügbar gemacht würden. Andererseits um der aktuellen, revisionistischen Strömung der Uminterpretation der rumänischen Geschichte und die Negierung der Beteiligung am Holocaust, die analog zur Auschwitz-Lüge als Transnistrien-Lüge bekannt wurde. Schließlich um dem aktuell wieder aufkeimendem Mythos von Antonescu als „Retter der rumänischen Judenheit“ entgegen zu treten.
Die im czernowitzer Gebietsarchiv in zwei Akten aufgeteilten 159 Konvolute müssten dafür erst auf höchstem technischen Niveau digitalisiert werden, bevor mit einer Transkription der in deutsch und rumänisch verfassten Briefe begonnen werden kann. In der Folge würde diese Transkription ins Ukrainische, Rumänische, Hebräische und Englische übersetzt werden, um einerseits diese fast vergessene Region und die Greueltaten, die hier begangen wurden, in den internationalen Diskurs zu heben und andererseits den Opfern, deren Familien heute über den ganzen Erdball verstreut leben, ein Denkmal zu setzen..